Folgende Werkzeuge sind derzeit lieferbar:

Neuheit 2010: Set zum Auswuchten von Spur-N-Motoren für 19,- Euro

 Ritzelabzieher Fa. Fohrmann

mit 3 Spindelspitzen (Durchmesser 0,9/1,4/1,8 mm)
geeignet für Wellendurchmesser bis 2,0 mm
freie Länge auf der Welle mindestens 2 mm

 22,- €

 Klauenabzieher Fa. Fohrmann

mit 1 Spindelspitze (Durchmesser 1,8 mm)
geeignet für Wellendurchmesser ab 2,0 mm
(mit dünneren Spindelspitzen - siehe Ersatzteile - geeignet für
Wellendurchmesser ab 1,0 mm)
freie Länge auf der Welle mindestens 1 mm

 22,- €

 Fühlerblattlehre

20 Blatt, 0,05 mm bis 1,0 mm stark 
zur Bestimmung der Spaltmaße, z. B. an Fleischmann Spur-N-Loks

 5,- €

 Brünierstift für Buntmetallezum Brünieren blanker Radreifen, Gestänge etc.

 20,- €

 Handreibahle Durchmesser 1,5 mm zum Nachreiben von Bohrungen zwischen 1,1 und 1,5 mm Durchmesser

  5,- €

 Handreibahle Durchmesser 1,1 mm zum Nachreiben von Bohrungen zwischen 0,7 und 1,1 mm Durchmesser

 5,- €

Für die Abzieher sind folgende Ersatzteile erhältlich:

 Spindelspitze Durchmesser 0,9 mm 2,- €
 Spindelspitze Durchmesser 1,4 mm 2,- €
 Spindelspitze Durchmesser 1,4 mm mit Kegeleinsenkung für Spitzachsen 2,- €
 Spindelspitze Durchmesser 1,8 mm 2,- €
 Spindelspitze Durchmesser 1,8 mm mit Kegeleinsenkung für Spitzachsen 2,- €
 Klaue für Klauenabzieher einzeln / Paar 5,- € / 10,- €
 Spindel für Ritzelabzieher komplett mit Knauf 8,- €

Sicherheitshinweis: Beim Arbeiten mit den Abziehern stets eine Schutzbrille tragen, da die Spindelspitzen unter großem Druck (und ggf. Biegung) splitternd zerbrechen können!

Die Spindelspitzen sind zwischen den Abziehern austauschbar, d. h. der Klauenabzieher kann auch mit den dünneren Spindelspitzen (und somit für kleinere Wellendurchmesser) verwendet werden.

              
Ritzelabzieher mit drei Spindelspitzen, Klauenabzieher                 Handreibahlen und Fühlerlehre

Die meisten Getriebeumbauten lassen sich ohne Abzieher durchführen. Kunststoffschnecken lassen sich in der Regel von Hand abziehen. Dabei dürfen keine Kräfte über das Motorgehäuse ausgeübt werden! Vielmehr hält man am Läufer oder noch besser an der Schwungmasse (soweit vorhanden) gegen und versucht zunächst, die Schnecke drehend von der Welle zu lösen, bevor man zusätzlich in Achsrichtung zieht. Messingschnecken spannt man zuvor so in einen Schraubstock ein, dass die obere Hälfte über die Backen hinaussteht und vorsichtig abgefeilt werden kann, bis die Motorwelle auf einer dünnen Linie so gerade eben freigelegt ist. Jetzt ist die Pressung in der Regel nicht mehr größer als bei Kunststoff-schnecken und das Abziehen von Hand funktioniert genauso. Andernfalls spannt man die Schnecke um 180° gedreht nochmals ein und feilt wieder, bis sie (fast) in zwei Hälften zerfällt. Wichtig ist auch hier, dass keine Kräfte auf das Motorgehäuse ausgeübt werden - es muss frei in der Luft hängen, während die Schnecke im Schraubstock eingespannt ist.

Ein Abzieher ist sinnvoll, wenn die Originalschnecken aus Messing bei der Demontage nicht zerstört werden sollen. Generell ergibt sich ein "Komfortgewinn" beim Arbeiten. Manche Schnecken sitzen aber auch so fest, dass sie zusätzlich erwärmt werden müssen, damit nicht der Abzieher nachgibt - je nach Methode besteht dann Gefahr für den Motor!

Empfehlenswert ist ein Abzieher auch, wenn die Gefahr besteht, dass beim Abfeilen von Schnecken die Welle dort leicht beschädigt wird, wo sie in Lagern läuft, oder wenn Gelenkwellenkupplungen auf der Schneckenwelle montiert bleiben wie beispielsweise bei der Minitrix V 300 oder dem Piko VT 4.12 (Spur N).

Vorteile des Klauenabziehers gegenüber dem Ritzelabzieher:

  1. Insbesondere für relativ dünne Schnecken, wie sie oft in Spur-N-Loks eingebaut sind, ist der Klauenabzieher besser geeignet als der Ritzelabzieher, weil Schnecken mit einem Durchmesser der Stirnfläche von deutlich unter 3 mm im Ritzelabzieher zum Verkanten neigen. Dann verbiegt sich die Spindelspitze und bricht schnell ab! Verwendet man den Klauenabzieher hingegen mit einem Schraubstock, wie im folgenden Bild gezeigt, lassen sich die Klauen so einstellen, dass sie die Stirnfläche exakt führen. Der Schraubstock wird dabei nur sanft beigedreht, denn die Welle muss ja beim Abziehen zwischen den Klauen hindurchgleiten!

    Anwendungsbeispiel Klauenabzieher mit 1,4-mm-Spindelspitze:
    Motor einer Brawa BR 216 (Spur N)



  2. Für den Klauenabzieher wird weniger Abstand zwischen Schnecke und Motorlager benötigt.
  3. Mit dem Klauenabzieher lassen sich auch Radsätze zerlegen.

Insbesondere für Spur N ist daher der Klauenabzieher mit den zwei zusätzlichen Spindelspitzen (0,9 und 1,4 mm) empfehlenswerter.

Handreibahlen

Mit den Handreibahlen lassen sich Bohrungen sehr feinfühlig aufreiben, wenn beispielsweise eine vorher sehr stramm sitzende Originalschnecke anderweitig weiterverwendet und auf den anderen Motor (weniger gewaltsam) aufgepresst werden soll. Die von uns gelieferten Schnecken haben in der Regel eine Spielpassung und werden mit Lager- und Buchsenkleber auf den jeweiligen Wellen befestigt - ein Nachreiben der Bohrung ist deshalb nicht erforderlich.

Hilfreich sind die Handreibahlen aber zum Beispiel zum Umbauen von Fahrwerken auf Dreipunktabstützung, wie beispielsweise im N-Bahn-Magazin 4/2008 und 6/2008 jeweils ab Seite 52 für die Fleischmann Lok 7 und die Fleischmann P8 beschrieben.

Wenn bei der Reparatur von rissanfälligen Kunststoffzahnrädern auf Radsätzen (z. B. Arnold Köf II, BR 240, ICE 3, Roco V188 usw.) Originalersatzteile verwendet werden (anstelle von haltbareren Messingzahnrädern), empfiehlt es sich, deren Bohrungen mit einer Handreibahle so zu weiten, dass die beim Aufschieben auf die Achswelle erzeugte Pressung nicht größer ist als unbedingt nötig. Beispiel Arnold: Hier wurden die gleichen Zahnräder mit einem Bohrungsdurchmesser von ca. 0,90 bis 0,91 mm einerseits freidrehend als Zwischenzahnräder auf 0,9-mm-Wellen verwendet, aber auch klemmend auf den 1,0-mm-Wellen der Radsätze! Man stelle sich das Ganze um den Faktor 10 vergrößert vor: In ein Kunststoffteil mit einer 9,0- oder 9,1-mm-Bohrung wird eine 10 mm starke Welle hineingetrieben. Dass der Kunststoff dieser Verformung nicht dauerhaft standhält - erst recht nicht, wenn er im Spritzguss verarbeitet wurde -, liegt auf der Hand. Reibt man die Bohrung aber auf ca. 0,98 mm auf vor der Montage, lebt das Zahnrad deutlich länger und im Schadensfall ist der Riss auch nicht so breit, dass das Getriebe gleich völlig blockiert.

Fühlerblattlehre

Mit der Fühlerblattlehre lässt sich bei ausgebauter Schnecke das Spaltmaß zwischen blanker Motorwelle und den Zahnspitzen des Schneckenrades bestimmen, damit eine genau passende Schnecke geliefert werden kann und keine oder nur eine minimale Justierung des Motors erforderlich ist, zum Beispiel bei Fleischmann N Dampfloks, siehe hier!

Weitere Anwendungsbeispiele finden Sie demnächst unter Tipps!