Hinweise zur richtigen Zuordnung der Umbausätze
Arnold
BR 05: Das serienmäßige Getriebe verschleißt wegen der Materialkombination Messing / Messing relativ schnell, besonders bei Loks
der ersten Serie, da hier die Schrägung des Schneckenzahnrads zu einer linksgängigen Schnecke passt, während aber eine rechts-gängige eingebaut ist. Dieser Fehler wurde mit der zweiten Produktionsserie behoben, indem sowohl das Doppelzahnrad unter der
Schnecke als auch der Antrieb (das große Zahnrad) des folgenden Stufenzahnrads den umgekehrten Schrägungssinn bekamen. Die
Lebensdauer des Getriebes verbesserte sich damit, blieb aber selbst mit den Kunststoffschnecken der späteren Serien noch gering.
Neben einer moderaten Übersetzungsänderung bietet der hier angebotene Getriebebausatz die optimale Materialkombination Messingschnecke / Kunststoffzahnrad und aufgrund der wesentlich höheren Zähnezahl des Zahnrads (26 statt 11 Zähne) ist er
wesentlich langlebiger als das Original.
Zu beachten ist, ob die umzubauende Lok aus der ersten Fertigungsserie stammt oder nicht. Das folgende Bild zeigt beide Versionen
des Doppelzahnrads unter der Schnecke. Die Lok selbst und das eingebaute (obere) Doppelzahnrad gehören zur Serie 1, das mit
einer Pinzette in den "Motorraum" gehaltene Doppelzahnrad zur Serie 2 und den folgenden. Die blauen Linien verdeutlichen den
nicht ganz leicht erkennbaren Unterschied des Schrägungssinns.

BR 41: Umbausatz passt auch für die etwas ältere Ausführung mit Modul-0,3-mm-Getriebe (Schneckenrad mit 31 Zähnen) und nur drei über Zahnräder angetriebenen Achsen, allerdings muss der Kuppelstangenantrieb auf die erste Kuppelachse dann einwandfrei laufen, ohne zu klemmen. Ein Bausatz für ältere Loks mit Modul-0,4-mm-Getriebe (Schneckenrad mit 22 Zähnen) ist in Vorbereitung.
BR 61: Das hier eingebaute Getriebe entspricht immer der BR 05 Serie 2 ff., das oben zum Verschleiß des Originalgetriebes
Geschriebene gilt aber für die BR 61 genauso.
BR 78: Da die Materialpaarung Messing / Messing bei Schnecke und Schneckenrad dazu neigt, sich zu "zerfressen", muss das Schneckenrad aus Kunststoff sein. Bei der neuen Ausführung ist bereits ein Kunststoff-Schneckenrad verbaut, bei der alten muss es nachgerüstet werden.
BR 80 / 89 / preuß. T3 Serie 2: Von der Serie 1 zu unterscheiden durch das rote Kunststoff-Fahrwerk im Gegensatz zum dunklen Metallfahrwerk. Bei der Serie 1 befindet sich auf der Motorwelle ein Zahnrad, bei der Serie 2 die Schnecke.
BR 89 / preuß. T3 neu: Im Gegensatz zur Serie 2 maßstäblich und damit wesentlich zierlicher ausgeführt, äußerlich daran zu erkennen, dass auf allen drei Achsen bzw. Radsätzen Zahnräder sitzen.
BR 118: Bei der alten Ausführung sind die vier mittleren Achsen angetrieben, bei der neueren die vier äußeren (die beiden mittleren laufen leer mit).
Fleischmann
BR 50: Die drei Antriebsversionen sind äußerlich nicht ohne weiteres zu unterscheiden - es empfiehlt sich, das Tendergehäuse abzunehmen.
Drehgestell-Loks und andere Antriebe mit langer Motorwelle: Besonders bei älteren Exemplaren sollte der Rundlauf der Motorwelle geprüft werden! Dazu einen Pinzettenarm oder eine leichte Schraubenzieherklinge in möglichst großem Abstand vom Wellenlager auf die drehende Welle legen. Es muss ein gleichmäßig schleifendes Geräusch zu hören sein und es dürfen keine nennenswerten Vibrationen auftreten!
Minitrix
BR 103 alt: Von der noch älteren, zweimotorigen Ausführung zu unterscheiden anhand der nicht mitlenkenden Pufferbohlen und anhand des Kunststoffgehäuses, von der neueren anhand der mittig auf den Radsätzen angeordneten Zahnräder.
BR 110 / 140 alt: Bausatz passt nur in Loks mit Metallgehäuse und mitlenkenden Pufferbohlen
BR 110 / 111 / 140: Bausatz passt nur in Loks mit Kunststoffgehäuse und mittig auf den Radsätzen angeordneten Zahnrädern, nicht in die älteren Loks mit Metallgehäuse und mitlenkenden Pufferbohlen und nicht in die neueren mit seitlich versetzten Zahnrädern auf den Radsätzen und Schwungmassen.
BR 151 alt: Zahnräder auch hier mittig auf den Radsätzen angeordnet.
BR 193 alt / neu: Äußerlich nur schwer zu unterscheiden, die alte Lok hat den typischen "Trix-Sound", die neue fährt deutlich leiser.
Roco BR 44 Unterscheidung alte / neue Version

Links die alte Ausführung mit sichtbarem Schraubenkopf auf dem Kesselscheitel, rechts die neuere, bei der die Schraube unter einem Kunststoffstopfen im Kessel verborgen ist.
Roco BR 160 / E 60
Diese Lok wurde in drei verschiedenen Antriebsversionen geliefert. Unterscheidungsmerkmale sind der Durchmesser der Motorwelle und die Ausführung des Getriebes (Modul 0,3 mm mit Schneckenrad 22 Zähne oder Modul 0,4 mm mit Schneckenrad 15 Zähne).
Serie 1: Motorwellendurchmesser 1,2 mm; Getriebe Modul 0,4 mm (15 Zähne) U-Satz 2:1 (14 €) oder 3,6:1 (30 €)
Serie 2: Motorwellendurchmesser 1,5 mm; Getriebe Modul 0,4 mm (15 Zähne) U-Satz 2:1 (14 €) oder 3,6:1 (30 €)
Serie 3: Motorwellendurchmesser 1,5 mm; Getriebe Modul 0,3 mm (22 Zähne) U-Satz 2:1 (14 €) oder 2,9:1 (30 €)
Steht kein Messwerkzeug zum Bestimmen des Motorwellendurchmessers zur Verfügung, kann man sich mit einer Schnecke aus einer älteren Fleischmann-Lok behelfen (NICHT BR 24 / 62 / 64 / 98.8 / V 60). Diese hat 1,5 mm Innendurchmesser und Modul 0,4 mm.
Bei der älteren Ausführung der Reihe 1044 werden nur die beiden äußeren Radsätze angetrieben, die Lok hat keine Schwungmasse. Die neuere Ausführung verfügt über zwei Schwungmassen sowie vier angetriebene Radsätze - auf der Unterseite der Lok sind auf den Achsen insgesamt vier Zahnräder sichtbar.