Tipp Juni 2009: Roco V 188 Reibungsverluste im Getriebe reduzieren
demnächst hier...
Tipp Mai 2009: Gerissene Gelenkwellenadapter reparieren, z. B. BR 57In vielen Loks erfolgt die Kraftübertragung vom Motor auf die Schnecke(n) über Gelenkwellen aus Kunststoff. An beiden Enden der Gelenkwelle befindet sich ein kugelrunder Gelenkwellenkopf mit zwei seitlichen Stiften zur Übertragung des Drehmoments. In Kürze mehr...
Tipp April 2009: Richtiges Radsatzinnenmaß einstellen
Probleme mit Arnold-Loks auf Weichen anderer Hersteller
Tipp März 2009: Pendelachse für die Arnold Bn2 "Bürmoos"
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Tipp Februar 2009: alte Minitrix Drehgestell-Loks
Problem: Alte Minitrix Drehgestell-Loks (z. B. E 10, E 40, V 200 - alle mit mitlenkender Pufferbohle - auch die ersten V 160, nicht aber E 44) kommen häufig "nicht richtig vom Fleck". Bei diesen Loks befinden sich die Schnecken nicht auf der Motorwelle, sondern sind separat gelagert und werden über Klauenkupplungen angetrieben. Während die Kupplungshälften auf den Schneckenwellen aus Kunststoff gefertigt sind, auf Messingbuchsen sitzen und mehr oder weniger ewig halten, hat Trix für die motorseitigen Hälften Zink-Aluminium-Spritzguss verwendet, der mit den Jahren seine mechanische Spannung verliert und dann auf der Motorwelle mehr oder weniger leicht durchrutscht. Manchmal fahren die Loks für sich alleine dann noch ganz brauchbar, aber sobald sie nennenswerte Zugkräfte aufbringen sollen, werden sie langsam oder bleiben mit drehendem Motor ganz stehen - und das liegt bei den alten, schweren Ganzmetallkonstruktionen auch ohne Haftreifen in der Regel nicht an mangelnder Reibung zwischen Rad und Schiene!
Lösung: Die Klauenkupplungen werden mit Lager- und Buchsenkleber, zum Beispiel Loctite 648, wieder auf den Wellen fixiert. Da mit diesem Kleber auch die meisten von uns gelieferten Schnecken befestigt werden, liegt fast jeder Erstbelieferung kostenlos eine kleine Portion bei (Ausnahme: Roco Spur N - hier bitte ggf. kostenlos mitbestellen).
Lok öffnen (1 bis 2 Schrauben auf dem Dach, V 160: Gehäuse spreizen) und Platine abschrauben. Steckachsen der Drehgestelle seitlich aus dem Rahmen drücken und Drehgestelle nach unten ausbauen. Drehgestelle nicht verwechseln, sonst fährt die Lok nach dem Zusammenbau in die falsche Richtung! Merken Sie sich auch oder markieren Sie, wie der Motor eingebaut ist (auf welcher Seite sind die Wicklungen, wo die Kohlebürsten?) und wo die Kabel von der unteren Platine herausgeführt werden! Der Motor lässt sich nur ausbauen, wenn bei beiden Kupplungen bzw. ihre Klauen ungefähr senkrecht stehen oder wenn zumindest eine Schneckenwelle mit ausgebaut wird.
Vor dem Ausbau wird die Eingrifftiefe der Kupplungshälften ineinander überprüft (von der Unterseite der Lok her sichtbar). Sie sollte wenigstens die Hälfte der möglichen Maximaltiefe nutzen, aber auch nicht so tief eingreifen, dass eine Bewegung der Schneckenwelle in Achsrichtung sich auf die Motorwelle überträgt.
Zum Ausbau einer Schneckenwelle die Schraube neben der Schnecke herausdrehen und den schwarzen Blechdeckel abnehmen. Zum Ausbau des Motors die insgesamt vier Schrauben der beiden Motorhalter lösen und den Motor nach oben aus dem Rahmen heben. Jetzt ist auch die untere Platine lose - die richtige Einbaulage ergibt sich meist aus der Kabelführung am Motor vorbei.
Sofern die Klauenkupplungen axial in der richtigen Position sind, sollte man nun ein Maß für den Abstand zwischen Motorgehäuse und Klauenkupplung finden - z. B. den Schaft eines Bohrers. So lässt sich später die Kupplung auf der Motorwelle problemlos an der richtigen Position verkleben. Der Abstand muss nicht unbedingt auf beiden Seiten identisch sein, besonders wenn der mit dem Motor verschraubte Haltewinkel nicht abmontiert wird; daher einfach zwei passende Maße suchen.
Drehbewegung des Motors verhindern, indem eine Fingerkuppe in einen Ankerzwischenraum gelegt wird (dabei mit den Wicklungen vorsichtig sein, Fingernägel haben hier nichts verloren ;-) ). Nun versucht man, eine Klauenkupplung auf der blockierten Motorwelle zu verdrehen. In der Regel wird das relativ leicht gehen. Sofern eine Kupplung auf der Welle verschoben werden muss, macht man das nun in einer drehenden und ziehenden bzw. drückenden Bewegung und sucht dann das passende Abstandsmaß (zwischen Kupplung und Motorgehäuse, siehe oben).
Dann Kupplung in einer drehenden, ziehenden Bewegung von der Welle nehmen, Welle und Bohrung mit einem in Brennspiritus getränkten Stück Küchen- oder Toilettenpapier entfetten, eine winzige Portion Lager- und Buchsenkleber in die Bohrung schmieren (am besten mit einer Stecknadel), das Abstandsmaß ans Motorgehäuse halten, die Drehbewegung wieder blockieren und die Kupplungshälfte in einer drehenden und drückenden Bewegung bis zum Anschlag auf die Welle stecken. Nach dem Trocknen des Klebers (in der Regel in 10 bis 20 Sekunden) Kleberreste sorgfältig abwischen!
Vorsicht: Wenn die Klauenkupplung auf der Seite, wo der Motor nicht mit dem Haltewinkel verschraubt ist, zu weit auf die Welle geschoben wird, lässt sich der Winkel anschließend nicht mehr auf das Lager stecken!
Zweite Kupplung ungefähr im gleichen Winkel verkleben, dann lässt sich der Motor leichter aus- und einbauen! Vor dem Festziehen des Schneckenlagerdeckels sicherstellen, dass die Schnecke in Achsrichtung ein wenig Spiel hat, und dies auch nach dem Festziehen der Schraube nochmals überprüfen!
Beim Zusammenbau darauf achten, dass die unteren Enden der Motorhaltewinkel sauber in die Aussparungen in der unteren Platine greifen, und erst dann die Schrauben festziehen! Außerdem die von der oberen Platine kommenden Kontaktzungen vorsichtig hinter die Birnchen drücken, damit diese nicht beschädigt werden! Eventuell zuerst Birnchen ausbauen, dann Platine verschrauben und dann Birnchen wieder einbauen. Viel Spaß beim Basteln!
Tipp Januar 2009: Minitrix E 75
Problem: Die Lok steht - besonders nach Kurvenfahrt - schräg im Gleis. Das Vorlaufgestell steht dadurch ebenfalls schräg und die Vorlaufachse ist eingelenkt - dadurch sucht sie sich auf der nächsten Weiche gerne einen anderen als den vorgesehenen Weg...
Lösung: Beide Laufgestelle erhalten eine Rückstellfeder, die sie in die Mittellage bringt. Dazu nimmt man 0,2 mm starken Federdraht und bohrt in die Stirnseiten des Getriebedeckels je ein 0,2 mm dickes Loch (ca. 2 mm tief). Je nach Rundlauf des Bohrers bzw. Bohrfutters muss der Draht nun eingeklebt werden (am besten mit Zweikomponentenkleber) oder er klemmt. Die Laufgestelle selbst erhalten eine 0,6-mm-Bohrung knapp unterhalb der Kupplungsfeder, der Draht wird passend abgelängt.
Laufgestell mit Draht. Er berührt die Vorlaufachse nur im ausgefederten Zustand des Laufgestells.
Der Draht wird in die 0,2-mm-Bohrung gesteckt oder geklebt.
Alternative: Draht um 90° abwinkeln und an der Stirnseite des Getriebedeckels festkleben.
Der Zusammenbau von Getriebedeckel und Laufgestellen ist ein kleines Geduldsspiel, aber der Aufwand lohnt sich. Vorher sollte man den Andruck und damit den Federweg der Stromschleifer auf ein sinnvolles Maß reduzieren - dann verlieren die Zahnräder der angetriebenen Radsätze auch bei abgenommenem Getriebedeckel den Eingriff nicht und man muss nicht gegen zwei Probleme gleichzeitig angehen. Viel Spaß beim Basteln!